InDesign-Tipp: Reihenfolge bei GREP-Stilen

Über GREP-Stile kann man in InDesign Text automatisch formatieren: Immer wenn ein bestimmter Text von InDesign gefunden wird, kann diesem darĂŒber automatisch ein bestimmtes Zeichenformat zugewiesen werden. In meinem Beispiel soll das Wort hendrerit immer in Magenta, in einer anderen Schrift und in Black Italic zu finden sein. DafĂŒr habe ich ein entsprechendes Zeichenformat namens magenta angelegt und im Absatzformat den GREP-Stil eingerichtet:

Screenshot aus InDesign mit einem GREP-Stil

Nun kommt noch eine zweite Anforderung hinzu: Text in eckigen Klammern soll auch automatisch formatiert werden, und zwar wie das hendrerit, aber in Cyan. Da sieht der GREP-Ausdruck schon etwas kryptisch aus, bedeutet aber nichts anderes als »Suche Text, der mit einer eckigen Klammer „auf“ beginnt, danach aus irgendwelchen Zeichen besteht und zum Abschluss wieder eine eckige Klammer „zu“ beinhaltet«:

Screenshot aus InDesign mit zwei GREP-Stilen

Klappt auch, allerdings mit einer EinschrĂ€nkung: Das hendrerit in der Klammer ist nun nicht mehr in Magenta, sondern auch in Cyan. Wenn das so gewollt ist – wunderbar. Aber wie bekommt man es hin, wenn das hendrerit doch bitte schön weiterhin in Magenta zu sehen sein soll? Kein Problem:

Screenshot aus InDesign mit zwei GREP-Stilen, in anderer Reihenfolge plus eine Hervorhebung der Pfeil-Symbole.

Dazu muss die Reihenfolge der GREP-Stil-Abfragen geĂ€ndert werden. Das geht ĂŒber die beiden Pfeile, die ich im Screenshot hervorgehoben habe. Einfach einen GREP-Stil auswĂ€hlen und dann per Klick auf die Pfeile an die richtige Position bringen.

InDesign erledigt alle GREP-Stil-Anweisungen aus der Liste von oben nach unten. Dementsprechend sollte man sich bei mehreren GREP-Stilen genau ĂŒberlegen, in welcher Reihenfolge sie abgearbeitet werden sollen, damit bei solchen »Konflikten« wie von mir skizziert immer letztendlich das Wunschergebnis zu sehen ist.

Schlussbemerkung: Gerade bei umfangreichen Dokumenten sollte man sparsam mit GREP-Stilen umgehen, da sie Auswirkungen auf die Performance haben kann. Schließlich durchsucht InDesign quasi permanent das ganze Dokument, um zu schauen, wo etwas automatisch formatiert werden muss.


Die Idee fĂŒr diesen Beitrag fußt auf einer Frage aus der Facebook-Gruppe »InDesign Hilfe + gratis Tutorials u. Tipps & Tricks«.


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